Kurz gesagt.
Ein ganz klein wenig Süßes kann ganz viel Bitteres verschwinden lassen. (Petrarca)
Stress verändert das Essverhalten.
Stress löst bei Menschen ein verändertes Essverhalten aus: manche essen wahllos ohne Unterbrechung alles was der Kühlschrank und die Naschlade her gibt. Anderen schmeckt gar nichts.
Untersuchungen zeigen, dass sich Stress deutlich auf die Geschmackswahrnehmung auswirkt. Neben der Wahrnehmung ist aber auch die Auswahl der Produkte, die gegessen werden, bei Stress verändert. Während Männer im ungestressten Zustand deutlich mehr zu ungesunden Produkten greifen, essen Frauen bei Stress mehr Süßigkeiten.
Quelle: E. Derndorfer. Warum wir essen, was wir essen. Krenn-Verlag.
Gute Vorsätze schmackhaft machen.
„Wie soll man erklären, dass der menschliche Geist, der doch fähig ist, Sinfonien zu komponieren oder Sonden auf den Mars zu entsenden, bei der Veränderung eigener Verhaltensgewohnheiten versagt“? (Francois Lelord, Christophe André)
Tipp: Positiv bleiben. Verbotene Gendanken werden paradoxerweise stärker und halten das verpönte Ziel (z.B. weniger Süßigkeiten, weniger Fernsehen) im Bewusstsein präsent. Erfolgreicher sind Formeln, die ein erfreuliches, lustbetontes Ziel möglichst konkret ausmalen: wie gut werde ich mich fühlen, wenn ich statt des Fernsehabends noch eine Runde spazieren gehe, und die Luft auf meiner Haut spüre. Quelle: Psychologie Heute, Jänner 2010
Kaffeetrinker sind seltener dement.
Wer in seinen mittleren Lebensjahren Kaffee trinkt, kann hoffen, nicht dement zu werden das legt eine Studie aus Schweden und Finnland nahe.
Von 1400 45- bis 59-Jährigen hatten 20 Jahre später 61 Personen eine Demenz, davon 48 eine Alzheimer-Demenz. In der Gruppe, die 3-5 Tassen Kaffee am Tag getrunken hatte, gab es 65 % weniger Demenzerkrankungen als in der Gruppe ohne Kaffeekonsum. Quelle: Ernährung und Medizin, 2009; 24: 52- 54.
Schoki für’s Herz.

Dunkle Schokolade macht nicht nur Freude, sondern schützt auch das Herz.
Das haben Forscher aus Italien erneut bestätigt. Knapp 7 Gramm am Tag oder eine halbe Tafel pro Woche – ist die Idealmenge für Herz und Figur. Die Forscher hatten Daten von 5000 Personen ausgewertet. Ein Teil aß keine Schokolade, ein Teil nur dunkle. Das Ergebnis: Frauen hätten ein 30 %, ein 25 % geringeres Risiko für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung. Der Grund: die Flavonoide in der Schokoklade sind für diese Wirkung verantwortlich.
Quelle: J Nutr 2008; 138:1939.
Kaffee macht intelligenter.

Etwas Koffein, in Form einer Tasse Kaffee, und bei den meisten Menschen verschwinden Abgespanntheit, Müdigkeit und Konzentrationsschwäche.
Jährlich erscheinen rund 2000 Publikationen zum Thema Kaffee und Koffein. Trotzdem lassen sich bei moderatem Konsum (Normal-User) nur wenige negative Effekte in Verbindung bringen. Ganz im Gegenteil werden in den letzten Jahren immer mehr protektive Wirkungen diskutiert. Selbst, dass es sich beim Kaffee um einen Flüssigkeitsräuber handelt, wurde von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) 2004 widerrufen. In den DGE Trinkempfehlungen für Senioren befinden sich bereits zwei Tassen Milchkaffee am Trinkplan.
Rezept für Verzweifelte.
Schokokuchen für Gemüseverweigerer. 85 g Bitterschokolade im Wasserbad schmelzen. In einer großen Schüssel zusammenmischen: geschmolzene Schokolade, 125 ml pürierte Karotten, 125 ml pürierten Spinat, 115 g Zucker, 28 g Kakaopulver, 2 KL Margarine, 2 KL Vanillezucker. 1 – 2 Minuten schaumig rühren. Schnee von 2 Eiklar, mit 85 g Mehl und Backpulver, etwas Salz unterheben. Auf ein Backblech streichen: 35 – 40 Minuten, 180°C backen. Kuchen auskühlen lassen, damit der Spinatgeschmack vollkommen verschwindet. Aus: Desceptively Delicious, Jessica Seinfeld.
Sushi statt Schokolade.
Nicht allen ist mit Schokolade geholfen. In einer japanischen Studie wurden Frauen nach ihrem Verlangen unter Stresseinfluss befragt. Dort belegte nicht die, bei uns so geschätzte, Schokolade den ersten Platz, sondern Reis und Sushi. Kultur und Tradition beeinflussen also, worauf wir Gusto bekommen, wenn die Seele Streicheleinheiten braucht. Quelle: Komatsu S., Rice and sushi cravings: A preliminary study of food craving among Japanese females. Appetite. 2007 Sep 20
Wirkungsvoll.
Essen hat eine direkte und indirekte Wirkung darauf wie wir uns fühlen. Schlafrhythmus, Stresslevel, Stimmung, Energie, … werden durch Botenstoffe (Neurotransmitter) im Gehirn gesteuert. Die Lieblingsspeise ist also direkt damit verknüpft wie wir uns fühlen.
Viele Neurotransmitter bestehen entweder aus Aminosäuren oder aus fettlöslichen Substanzen wie z.B. Cholin, beides nehmen wir über das Essen auf. Wenn sich zu wenig dieser Baustoffe im Essen befinden, reduziert der Körper die Produktion der Neurotransmitter. Die Folgen: Veränderungen der Stimmung, des Appetits und der Konzentration. Auch Vitamine und Mineralstoffe spielen eine Rolle, wenn es um die Produktion von Neurotransmittern geht. B-Vitamine, Vitamin C, E, Eisen, Selen und Magnesium arbeiten miteinander an der Produktion dieser Botenstoffe. Fehlt in der Ernährung die ausreichende Menge der Helfer, können Neurotransmitter nicht in ausreichender Menge hergestellt und gespeichert werden. Die Konzentration verschwindet, die Laune wird schlechter.
Warum Süßes glücklich macht wissenschaftlich erklärt_nach dem süßen Snack produziert die Bauchspeicheldrüse Insulin – der Blutspiegel aller Aminosäuren fällt, weil sie in die Muskelzellen aufgenommen werden. Mit Ausnahme von Tryptophan: diese Aminosäure verbleibt im Blut und wandert ins Gehirn. Dort wird es mit der Hilfe von Vitamin B6, B12 und Folsäure zu Serotonin umgewandelt. Serotonin wird in großen Mengen in Nervenzellen gespeichert – die Stimmung verbessert sich und der Süßhunger nimmt ab. Quelle: Sommer E, Food & Mood.
Suppenkoma.
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Jeder kennt das Phänomen: nach dem Mittagessen werden die Augenlider immer schwerer, an konzentriertes Arbeiten ist nicht zu denken. Ein kohlenhydratreiches Essen eignet sich besonders gut, um für die Siesta am Schreibtisch gerüstet zu sein.
Eine Studie hat gezeigt, dass diejenigen, die ein kohlenhydratreiches Mittagessen konsumieren, schläfriger waren – als die diejenigen, die das proteinreiche Menü wählten. (Spring et al., 1986, 1989). Allerdings gibt es einen Unterschied der Geschlechter: Männer berichten, dass sie ruhiger werden – Frauen, werden schläfriger. Kohlenhydratreiches Essen (Pasta, Kartoffel, Brot,…) dürfte den Serotoninspiegel im Gehirn anheben, und dieser bewirkt eine verminderte Aufmerksamkeit.
Einschlafhilfe wissenschaftlich erklärt_ Milch mit Honig ist ein altes Hausmittel, um einschlafen zu können. Dahinter könnten sich die Fragmente von b-Kasein (Casomorphine) verbergen, die an die Opiatrezeptoren binden. Der Honig – als Kohlenhydrat und die Casomorphine der Milch sind so ein perfektes Duo, um den Schlaf heranzulocken. Und ganz ohne wissenschaftliche Erklärung, haben das unsere Großmütter schon immer gewusst.